Mit 40 zurück zu sich selbst finden – ein neuer Blick auf Körper und Leben
Mit Anfang 40 beginnt für viele Frauen eine neue Phase.
In meiner Praxis für ganzheitliche Psychotherapie und achtsame Lebensbegleitung arbeite ich mit Frauen zwischen 40 und 70 – in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Manche kommen, weil sie sich erschöpft fühlen, andere wegen Ängsten oder Orientierungslosigkeit. Doch ein Thema schwingt oft im Hintergrund mit:
„Ich erkenne meinen Körper nicht mehr. Ich fühle mich schwer. Und ich wünschte, ich könnte das ändern – aber ich weiß nicht wie.“
Manchmal ist das Gewicht nur ein Nebenthema, ein anderes Mal steht es im Vordergrund.
Fast immer ist es jedoch Ausdruck eines tieferliegenden Wunsches:
Mehr Verbindung zu sich selbst.
Mehr Leichtigkeit – körperlich und seelisch.
Genau darum geht es in diesem Artikel: Mit 40 zurück zu sich selbst finden.
Veränderungen verstehen – und neu antworten
Der Körper verändert sich: Das Gewicht lässt sich nicht mehr einfach „wegdisziplinieren“, die Energie schwankt, Verspannungen nehmen zu.
Oft taucht leise – oder laut – die Frage auf:
„Ist das jetzt der Anfang vom Altwerden?“
Nein.
Es kann der Beginn von etwas anderem sein: dem bewussten Zurückkommen zu sich selbst.
Und genau hier beginnt der Weg, mit 40 zurück zu sich selbst zu finden.
Mehr als eine Diät – ein neuer Umgang mit dem eigenen System
Was wir über Jahrzehnte als „Abnehmen“ gelernt haben, ist oft ein Kampf gegen uns selbst:
Kalorien zählen
Schuldgefühle nach dem Essen
Perfektionsdruck beim Sport
Enttäuschung, wenn der Erfolg ausbleibt
Doch was unser Körper jetzt braucht, ist keine Härte – sondern Hinwendung.
Denn hormonelle Umstellungen, ein veränderter Stoffwechsel und die mentale Belastung des modernen Alltags erfordern etwas ganz anderes als Diätkultur:
Ein neues Körper-Mindset
Eine natürliche, nährende Ernährung
Eine liebevolle Beziehung zur Bewegung
Ein JA zu sich selbst – auch an schweren Tagen
Was eine echte Lebensstil-Umstellung bewirken kann
Wenn Frauen beginnen, ihren Alltag Schritt für Schritt umzustellen – mit mehr Achtsamkeit, Bewegung, echter Ernährung und Selbstmitgefühl – dann passiert etwas Bemerkenswertes:
Sie verlieren vielleicht ein paar Kilo, aber sie gewinnen viel mehr:
Mehr Energie – morgens aus dem Bett, nicht nur mit Kaffee aus der Müdigkeit
Weniger innere Unruhe – weil der Blutzucker stabil bleibt
Mehr Körpergefühl – weil Bewegung nicht mehr Strafe ist, sondern Verbindung
Eine neue Beziehung zum Essen – weil es nährt, nicht betäubt
Ein Gefühl von innerer Führung und Klarheit – im eigenen Leben
Das ist kein Wundermittel, sondern Konsistenz, Ehrlichkeit und Vertrauen.
Und was ist mit dem Mindset?
Viele Frauen wissen, was sie tun sollten – doch oft scheitert es nicht am Wissen.
Es scheitert an Erschöpfung, alten Mustern, fehlender Struktur und vor allem am Glauben: „Ich halte das sowieso nicht durch.“
Hier hilft kein härteres Programm, sondern ein liebevoller Umgang mit der inneren Stimme, die sagt: „Ich schaffe das nicht.“
Die Antwort könnte lauten:
„Doch. Aber ich muss es nicht perfekt machen. Ich darf es auf meine Weise tun.“
Konkrete Impulse für den Alltag
Struktur statt Disziplin
Tragen Sie Ihre Bewegungseinheit in den Kalender ein wie einen Zahnarzttermin. Sie müssen keine Lust haben – Sie müssen nur erscheinen.
Erlauben statt verbieten
Fragen Sie nicht: „Was darf ich nicht essen?“
Sondern: „Was tut mir wirklich gut?“
Vorfreude statt Verzicht
Stellen Sie sich täglich vor, wie Sie sich in Ihrem Körper voller Leichtigkeit bewegen. Spüren Sie, wie Sie sich fühlen möchten – nicht nur, wie Sie aussehen wollen.
Mitgefühl statt Härte
Wenn ein Tag nicht gut läuft: keine Strafe, kein Rückfall. Nur eine Pause – und am nächsten Tag geht es weiter.
Mit 40 zurück zu sich selbst finden – ein Aufbruch, kein Ende
Viele Frauen erleben diesen Abschnitt als Bruch – mit dem alten Körper, der alten Energie, dem alten Selbstbild.
Doch genau hier liegt die Kraft:
Die Möglichkeit, eine neue, bewusste Beziehung zu sich zu entwickeln.
Nicht, um jemand anderes zu werden, sondern um endlich ganz bei sich selbst anzukommen.
Sie dürfen sich neu definieren, ihre Bedürfnisse ernst nehmen, Bewegung als Geschenk sehen, essen, was nährt – und dabei sichtbar werden, innen wie außen.
Wenn Sie gerade zwischen „Ich will so nicht mehr weiter“ und „Aber wie denn dann?“ stehen – dann ist das kein Zufall.
Es ist der Anfang.
Sie brauchen keine Radikalität – nur kleine, ehrliche Schritte. Jeden Tag.
Und die Bereitschaft, sich selbst nicht mehr zu übergehen.
Sie verdienen Leichtigkeit. Sie verdienen Kraft. Sie verdienen Verbindung zu sich selbst.
Und Sie dürfen jetzt damit beginnen.
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Schön, dass Sie hier sind.
Herzlichst,
Ihre Stefanie Trilling
Praxis für ganzheitliche Psychotherapie – Düsseldorf